Donnerstag, 6. März 2008
Die Achse der Selbstgerechten
Anlaß für diesen Artikel ist eine Absonderung von Richard Wagner.

Da Herr Wagner kein Blatt vor den Mund nimmt, kann er es sicherlich vertragen, daß ich ihm in gleicher Münze herausgebe.

Beginnen wir also mit seiner Biografie. So rein deutsch ist diese Biografie nämlich nicht. Herr Wagner ist zwar deutscher Abstammung, aber gebürtiger Rumäne. Als native Ostblockpflanze derart von kommunistischer Propaganda versaut, daß er nun, wo er das totalitäre Joch mit dem roten Fähnchen los ist, sich einem ähnlichen Joch mit braunem Fähnchen annähert. Für mich nicht nachvollziehbar, aber an der relativ großen, braunen Fraktion in unseren östlichen Bundesländern zumindest beispielhaft dokumentiert.

Ob er selbst sich aus Überzeugung, oder wegen der lockenden Fleischtöpfe auf den Weg gemacht hat, wird sich nicht zuverlässig belegen lassen. Sicher ist, daß er keiner der ganz großen Freiheitskämpfer ist, denn sonst hätte er in seiner Heimat um Freiheit gekämpft, statt “rüberzumachen”, hier herumzulungern und uns Vorschriften zu machen.

Ich bin zwar für einen echten 68er noch etwas zu jung, aber ich habe die Idee verstanden. Ich habe sie unter anderem deshalb verstanden, weil ich immerhin alt genug bin, um noch einige von den echten Nazis in diesem unserem Lande erlebt zu haben.

Es ist kein Zufall, daß ich in diesem Zusammenhang des dicksten Kanzlers Lieblingsphrase verwende. Immerhin war auch er Protege eines alten Nazis und es scheint nachgewiesen, daß das Vermögen dieses alten Nazis (Fritz Ries) aus sehr unsauberen Quellen stammt.

Wenn also die 68er Generation gegen diese alten Parteibonzen in unseren Führungsetagen aufstand, so war das ein Zeichen von Anstand, Mut und dem Streben nach Gerechtigkeit.

Wenn nun solche selbsternannten Moralisten wie Wagner oder dieser Broder, der ebenfalls einen Migrationshintergrund hat, über Leute mit Migrationshintergrund herziehen wie weiland der hinkende Doktor über die Juden, dann wird mir übel. Wenn sie gleichzeitig auch noch versuchen, einen Bewegung in den Dreck zu treten, die sich durch das auszeichnet, was ihnen fehlt, nämlich durch Anstand, dann kommt mir das Kotzen. Dann ist auch der Punkt erreicht, an dem ich diese Migranten nach Hause schicken möchte.

Damit will ich keineswegs sagen, daß ich die verschrobenen Ideen religiöser Spinner gut finde. Allerdings bin ich auch nicht der Meinung, daß Satire alles darf.

Was Satire darf, kann jederzeit gerne auf dem Rechtsweg ermittelt werden. Unsere christliche Familienministerin Ursula von der Leyen darf hier als leuchtendes Vorbild betrachtet werden. Sie wirft keine Bomben, wirft keine Fensterscheiben ein und verbrennt auch keine Fahnen. Sie läßt ganz ordentlich prüfen, ob religionskritische Kinderbücher restriktiv behandelt werden müssen.

Nachtrag:
Die Prüfstelle hat den Antrag abgelehnt. Das Kinderbuch ist also hochoffiziell nicht jugendgefährdend.

Anlaß zu diesem Artikel war der Blog Brodaganda.

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